#Ausbildung erleben 30. Mai 2023

Messen wie die Profis

Der richtige Umgang mit Messinstrumenten erfordert viel Übung. Am besten geht das unter Realbedingungen – wie hier bei einem Azubi-Projekt auf dem Gelände unserer Tochter SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH (SFS) in Mecklenburg-Vorpommern.

Gleise und Weichen sind jeden Tag sehr hohen Belastungen ausgesetzt, besonders dann, wenn häufig große Lasten auf ihnen transportiert werden. So ist das z. B. bei der SFS in Möllenhagen, die für Bahnbauprojekte in ganz Deutschland und Europa Bahnschwellen und Maste produziert. Ein voll beladener Schwellentransportzug kann schnell mal 1.000 t Gewicht auf die Waage bringen.

Kein Wunder also, dass das über die Jahre auch Spuren an den Gleisen hinterlässt. Um solche Veränderungen zu messen, kommt u. a. ein „Weichenspur- und Überhöhungsmessegerät“ zum Einsatz. Es kann bspw. die Spurweite, die gegenseitige Höhenlage der Fahrschienen zueinander, die Rillenweiten und die Leitweiten erfassen. Den Umgang mit diesem Gerät haben unsere Azubis aus dem zweiten Lehrjahr Gleisbau und unsere angehenden Industriemechaniker (m/w/d) ausgiebig in Möllenhagen trainiert.

Der erste Schritt ist dabei immer die Überprüfung des Messgeräts selbst, damit man sich sicher sein kann, dass die Messungen am Ende auch stimmen. Auch das Anlegen des Präzisionsmessgeräts rechtwinklig zur Schiene will gelernt sein, denn schon kleinste Abweichungen können zu großen Messungenauigkeiten führen. Aber Messen ist nur die halbe Miete. Unsere Azubis haben natürlich ebenso geübt, wie man die gemessenen Abweichungen dokumentiert und bewertet, ob sie innerhalb der Toleranzen liegen. Erste Abweichungen haben unsere angehenden Profis dann auch gleich mit sogenannten Vibrationsstopfern nachgearbeitet.

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