#Ausbildung erleben 18. Juli 2025

Hier wird Zukunft gedruckt – 3D-Druck in der Ausbildung

Von Handyhüllen bis hin zu komplexen Konstruktionen – in unserem Ausbildungszentrum lernen die angehenden Mechatroniker*innen und Industriemechaniker*innen nicht nur Theorie, sondern schaffen dank 3-D-Druck-Verfahren auch eigenständig produktive Lösungen. Aber worum geht es da genau?

3D-Druck ist heutzutage kaum noch wegzudenken. Er kommt in verschiedensten Bereichen zum Einsatz und hat so auch seinen Weg in unseren Azubi-Kurs „Technische Kommunikation“ gefunden. Doch was ist 3D-Druck eigentlich und wie wird er eingesetzt?

3D-Druck ist ein additives Fertigungsverfahren. Vereinfacht gesagt, wird etwas „hinzugegeben“ – wie bei der Addition im Mathe-Unterricht. Das ist bspw. beim Auftragsschweißen der Fall oder beim Kuchenbacken, um etwas mehr Alltagsbezug herzustellen. Wenn man mit einem Spritzbeutel Schicht für Schicht Sahne auf einen Kuchen „hinzugibt“, dann ist das vom Prinzip her auch ein „additives Verfahren“.

Beim 3-D-Druck wird diese Methode in der Regel mit Kunststoffen durchgeführt, aber auch andere Materialien, wie Metalle oder Baustoffe, sind vorstellbar. Durch ein spezielles Schmelzschichtverfahren werden Kunststofffilamente erhitzt und zum Aushärten aufgetragen. Das dabei entstehende Produkt wird vorab mit einer speziellen Software am Computer konstruiert und an die jeweiligen Anforderungen angepasst. Besonders die Auswahl des Kunststoffs spielt eine entscheidende Rolle für die Nutzbarkeit des Endprodukts. In unserem Azubi-Kurs wird vorrangig mit PLA (Polylactic Acid), ein natürlich abbaubarer Kunststoff auf Milchsäurebasis, gearbeitet.

 

Das spannende am 3D-Druck ist vor allem, dass unsere Azubis mit dieser Technik selbständig ein Werkstück und dessen Fertigungsablauf designen können. Ein Prototyp ist schnell ausgedruckt und kann dann weiter verfeinert werden. Dabei sind bereits Lösungen entstanden, die bei SPITZKE Anwendung finden. Auf Anfrage unserer IT-Abteilung haben unsere Azubis zum Beispiel eine speziell angepasste Halterung für die zahlreichen Smartboard-Mini-PC’S der einzelnen Abteilungen konstruiert. Die vorherige Konstruktion hatte Wartungsarbeiten erschwert, sodass hierfür zeitnah eine Alternative gefunden werden musste. Nach genauen Bemessungen ist ein Prototyp entstanden, der mittlerweile erfolgreich getestet und verbaut wurde. Die neue stabile Halterung mit passenden Aussparungen für Wartungsarbeiten erleichtert nun die Handhabung der Geräte. Anwendungsbereiche gibt es für 3D-Druckverfahren viele – wie bei unserer PC-Halterung, die, wenn die Konstruktionsplanung einmal steht, automatisiert ohne weiteren Personaleinsatz produziert werden kann. Vom Bedarf zur Idee bis hin zum fertigen Produkt dürfen sich unsere Azubis somit ausprobieren und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln.

Der Beruf des Mechatronikers (m/w/d) hat dieses Lernfeld bereits in seinem Lehrplan, auch Industriemechaniker (m/w/d) und andere Berufe können eine Zusatzqualifikation zu diesem Thema ablegen und somit die praktischen und kreativen Lösungen von morgen konstruieren.

Von einfachen Smartphone-Hüllen bis hin zu komplexen Strukturen – mit 3D-Druck ist vieles möglich.

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