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#Neuigkeiten 10. Dezember 2021

Elektrifizierung der Südbahn – ein Erfolgsprojekt geht zu Ende

Die Ausschreibung zur Elektrifizierung der Südbahn offenbarte einen immensen Projektumfang. Vier Jahre später ist das Großprojekt überaus erfolgreich und pünktlich beendet worden. Die ersten elektrifizierten Züge im Regelverkehr werden nach dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember rollen.

Am Montag läuteten Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bahn-Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla zusammen mit Andreas Brand, Oberbürgermeister von Friedrichshafen, Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg und – digital zugeschaltet – Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister a. D. die Inbetriebnahme der Südbahn in Friedrichshafen symbolisch ein.

Eng bemessene Sperrpausen als Herausforderung

Das Großprojekt Elektrifizierung der Südbahn begann für SPITZKE am 13. Dezember 2017. An dem Tag unterschrieb der Auftraggeber, die Deutsche Bahn AG, den Vertrag. Nun begannen für das Bahninfrastrukturunternehmen die konkreten Planungen. Anfangs beschränkt auf die Bauabschnitte TEH 1 und 2. Dem Zuschlag folgte das nächste Vergabepaket für den Abschnitt TEH 4 und schließlich auch für TEH 3. Damit lag die Realisierung der Oberleitungsanlagen allein in SPITZKE-Hand. Der erste Rammschlag erfolgte im September 2019. Jeder einzelne Teilabschnitt war für sich genommen schon ein Großprojekt. Entsprechend komplex gestaltete sich das Gesamtprojekt Elektrifizierung der Südbahn in seiner Gesamtheit.

Die vorgegebenen Sperrpausen waren knapp. Zum einen konnte nie die gesamte Strecke gleichzeitig gesperrt werden, zum anderen wird die Südbahn von Einheimischen und Touristen rege genutzt – besonders in den Ferienzeiten. Hinzu kam, dass nachts kein Lärm gemacht werden durfte – die Gründungskolonnen aus unserer Niederlassung Leer konnten nur im Einschichtbetrieb arbeiten.

Zeit als entscheidender Faktor für Elektrifizierung der Südbahn

Wie so oft war die Zeit der entscheidende Faktor für das Gelingen. Deshalb nahm die Planung eine besondere Rolle ein. Das gesamte Projekt musste anders gedacht werden. Die Abläufe zwischen den verschiedenen Gewerken des Bahninfrastrukturunternehmens wurden stark optimiert. Nur so war eine rechtzeitige Elektrifizierung der Südbahn möglich. Dazu gehören u. a. das bedarfsgesteuerte Lager, das Materialengpässe verhinderte und die Vermeidung von langen Lieferketten. Dies gelang durch die eigene Fertigung z. B. der Betonmaste, die innerhalb der Unternehmensgruppe bei der SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH hergestellt wurden, oder der Stahlmaste, die von der MuR-Stahlbau GmbH kamen.

Dank gebührt dem gesamten SPITZKE-Team

„Unter dem Strich haben wir das Projekt dank des Einsatzes des gesamten Teams in sehr kurzer Zeit sehr gut hinbekommen“, sagt der Gesamtprojektleiter der SPITZKE SE. Zu den Erfolgsgaranten zählten alle Beteiligten. Jeder einzelne habe zum Gelingen dieses Großprojekts beigetragen. Dazu gehören neben den Oberleitungsteams auch andere Abteilungen und Gewerke des Bahninfrastrukturunternehmens. Einen großen Arbeitsumfang bewältigten unsere Gründungs-Kolonnen aus Leer. Neben den Rammgründungen waren die vielen Betonfundamente (Block-, Stufen-, Köcherfundamente) und Fundamentköpfe auf Rammrohren eine Herausforderung.

Unsere Niederlassung in Buchloe übernahm die gesamte Koordination der Logistik – eine v. a. aus personeller Sicht große Kraftanstrengung. Auch das Buchloer Fahrweg-Team hatte im Baufeld der Südbahn eigene Aufträge zur Ertüchtigung des Oberbaus und half außerdem beim Bau von Eingleisstellen für die OLA-Technik.

Vom Unternehmensbereich Ausrüstung/​Elektrotechnik war neben den Fahrleitungs-Experten auch das Team der Leit- und Sicherungstechnik und Telekommunikation entscheidend beteiligt. Der Unternehmensbereich Großprojekte/​Ingenieurbau war in Friedrichshafen und Aulendorf für Umbauten an den Bahnsteigen im Einsatz. Die Sicherung der Strecke erfolgte durch den Auftraggeber, allerdings unterstützte die WSO GmbH (Warnsysteme und sicherungstechnische Organisation) mit ihrer Expertise das Südbahn-Team. Ebenso half die Bahnstrom-Abteilung bei der Verlegung von 15 kv-Leitungen.

Alle Höhepunkte in Wort, Bild und Ton können auf unserer Highlights-Seite​ nochmal angeschaut werden.​

Herzlichen Glückwunsch zur überaus erfolgreichen Realisierung dieses Großprojekts an das gesamt Südbahn-Team der SPITZKE SE!

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